Wissenswertes in Infografiken

 

Hier finden Sie zahlreiche Fakten über das Leben in Äthiopien, die Altersstruktur der Bevölkerung oder die Internetnutzung. Wusste Sie etwa, welchen Preis die Menschen in Äthiopien durchschnittlich für ein Kilogramm Kaffee bezahlen?

 

11 Kinder pro Minute


Von 1990 bis 2015 wurde die Kindersterblichkeit weltweit laut UNICEF um mehr als die Hälfte gesenkt: Von 12,7 Millionen auf 5,9 Millionen Kinder jährlich. In Äthiopien sank die Kindersterblichkeit in diesem Zeitraum gar um zwei Drittel. Das ist ein Fortschritt, aber kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen. Denn: Noch immer sterben weltweit elf Kinder pro Minute. Ein Tod alle fünfeinhalb Sekunden. Die meisten Opfer könnten gerettet werden, denn hinter den offiziellen Todesursachen, die diese Statistik zeigt, verbergen sich oft dieselben Probleme: schmutziges Wasser, Mangelernährung, eine schlechte Hygienesituation sowie eine unzureichende medizinische Versorgung. Das bedeutet: Das Sterben könnte mit einfachen Mitteln verhindert werden.

Äthiopiens Plagen

 

In Äthiopien leiden viele Menschen an Krankheiten, die mit relativ einfachen Mitteln besiegt werden könnten. Wichtig wären ein besserer Zugang zu Trinkwasser, mehr Hygiene, medizinische Vorsorge sowie die gezielte Behandlung von Betroffenen. Drei der größten Plagen im Überblick:

Bildung mindert Geburtenrate

 

Die hohe Geburtenrate wird für viele Menschen in den Entwicklungsländern zur Armutsfalle. Wer diesen Trend stoppen will, muss in Aufklärung und Verhütung investieren – und in die Bildung der Frauen. Denn dort, wo Frauen zur Schule gehen, heiraten und gebären sie später. Sie lernen lesen und schreiben, nehmen am gesellschaftlichen Leben teil und entwickeln berufliche Ziele. Die Folge: Die Geburtenrate sinkt.

Teure Preise für die Armen

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg gaben die Menschen mehr als ein Drittel ihres Einkommens für Lebensmittel aus – heute sind es nur noch 7 %. Für seine Ernährung arbeitet der Mensch im Durchschnitt nur noch rund eine halbe Stunde pro Tag: Diese Angaben haben Statistiker für die Schweiz erhoben. Die Tendenz ist in ganz Mitteleuropa ähnlich: Lebensmittel sind für uns Europäer erschwinglich. Ganz anders in Äthiopien: Dort geben viele Menschen den Großteil ihres Einkommens für das tägliche Brot aus – Kleidung, Hygieneartikel oder Schulbedarf werden da schnell zum unbezahlbaren Luxus. In unserer Grafik finden sich Preisbeispiele aus dem Projektgebiet Ginde Beret (Menschen für Menschen Deutschland).

43 % der Bevölkerung ist unter 14 Jahren

 

Die Alterszusammensetzung der Bevölkerung in Europa unterscheidet sich dramatisch von der Äthiopiens. In Mitteleuropa ist nur etwa jeder 8. Einwohner unter 15 Jahre. Doch in Afrika südlich der Sahara ist mit 43 % fast die Hälfte der Einwohner jünger als 14. Damit die Armut der Eltern nicht in die nächste Generation weitergegeben wird, brauchen die zahlreichen Kinder und Jugendlichen in Äthiopien Schulen und Berufsausbildungsstätten. Deshalb hat Menschen für Menschen insgesamt bislang 419 Schulen gebaut sowie drei gewerbliche Berufsschulen und ein technisches College errichtet. Kinderreiche, arme Familien haben es besonders schwer: Das Land wird zu knapp, um alle zu ernähren. Auch können die Eltern nur schwer die Ausbildungskosten für viele Kinder tragen. Deshalb stellt Menschen für Menschen in seinen Projektgebieten auch umfangreiche Angebote zur Familienplanung bereit, die von der lokalen Bevölkerung gut angenommen werden. Eine gut ausgebildete junge Generation in Äthiopien bietet Chancen für einen wirtschaftlichen Aufschwung des Landes. Langfristig wird davon auch die europäische Exportwirtschaft profitieren.

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